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Zur Sichtweise von "Symptomen"

Die klassische Betrachtung von Persönlichkeitsproblemen sieht Ängste, Depressionen, psychosomatische Beschwerden, Ehe- und Beziehungsprobleme als kranke und unerwünschte Symptome an, die so bald wie möglich "geheilt" und zum Verschwinden gebracht werden sollen.
Über "Symptome" versuchen sich jedoch jene Aspekte von uns Gehör zu verschaffen, die sonst keine Beachtung finden.
Das, was sich in uns oftmals über körperliches Unwohlbefinden regt, will beachtet und entschlüsselt werden.
Kinder und Jugendliche drücken meist über symptomatisches Verhalten in der Schule aus, dass sie Schwierigkeiten haben, dass sie irgendetwas bedrückt, was sie nicht versprachlichen können. Hierzu zählen zum Beispiel Schulschwänzen, Aggressivität, Übermüdung und Diskrepanzen im Leistungsverhalten.
In der Regel offenbaren sich hinter solchen Verhaltensweisen erhebliche familiäre Probleme, deren Offenlegung immer noch stark tabuisiert ist.
Seelisches Leiden ist mit Scham- und Schuldgefühlen verbunden und häufig gesellschaftlichen Stigmatisierungen ausgesetzt!
