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Humanistische Sichtweise
Die humanistische Sichtweise zollt psychischen Schmerzen als Ausdruck von Leidens- und Unglückserfahrungen Schutz und Achtung. Es darf mir "schlecht gehen", denn hier tritt an die Oberfläche, dass tatsächlich "etwas nicht stimmt".
Wenn wir uns "schlecht" fühlen, zeigt diese Symptomatik, dass sich unser Organismus gegen eine "falsche" Lebenssituation wehrt und gegen die Verleugnung und Abspaltung von Wesenszügen und Bedürfnissen rebelliert, die wir nicht zu integrieren vermögen.
Im seelischen Leiden drücken sich daher immer auch jene abgespaltenen Teile von uns aus, die sich anders nicht zu äußern vermögen.
Gerade diese Aspekte von uns wollen gehört, verstanden und angenommen sein.
